Does Gold Plated Jewelry Have Nickel?

Enthält vergoldeter Schmuck Nickel?

Kurze Antwort: oft ja. Die meiste vergoldete Schmuck hat ein Basismetall, das Nickel enthält, und viele Stücke besitzen zudem eine dünne Nickelsperrschicht direkt unter der Vergoldung, sodass das Metall bei Abnutzung der Beschichtung deine Haut erreichen kann. Das Gold, das du siehst, ist nur eine Auflage, und was darunter liegt, entscheidet darüber, ob ein Schmuckstück für empfindliche Haut geeignet ist. Das Etikett verrät dir darüber nichts. Dieser Leitfaden erklärt, wo sich das Nickel versteckt, warum eine dünne Vergoldung es freilegt, was die EU-Vorschriften verlangen und wie du ein Schmuckstück auswählst, das von innen heraus nickelabgabefrei ist.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Eine Vergoldung ist ausschließlich eine Oberflächenbeschichtung. Das darunterliegende Basismetall ist meist Messing, Kupfer oder eine Nickellegierung, die alle Nickel enthalten können.
  • Viele Stücke fügen zwischen dem Basismetall und dem Gold eine Nickel-Zwischenschicht für die Haftung hinzu, wodurch Nickel noch näher an die Oberfläche gelangt.
  • Die Vergoldung ist dünn und porös, sodass Nickel mit der Zeit durchwandern kann – und sobald die Vergoldung abgenutzt ist, berührt das Basismetall die Haut.
  • Die verlässliche Lösung ist eine ausgewiesene nickelabgabefreie Basis wie 316L Edelstahl oder Titan, nicht allein die Worte „vergoldet“.

Was vergoldet tatsächlich bedeutet

Vergoldet bedeutet, dass eine dünne Goldschicht mittels Galvanik auf ein anderes, günstigeres Basismetall aufgebracht wurde. Das Gold ist rein kosmetisch. Darunter befindet sich das strukturelle Metall, das dem Stück seine Stabilität verleiht, und genau dort liegt das Allergierisiko. Zu den gängigen Basismetallen gehören Messing und Kupfer – beide häufig mit Nickel legiert –, und bei billigem Modeschmuck kann die Basis sogar selbst eine Nickellegierung sein. Da das Etikett nur die Beschichtung beschreibt, können zwei Stücke mit identischen Etiketten sehr unterschiedliche Basismetalle haben. Auch die Dicke der Vergoldung variiert: von einer ultradünnen Hauchschicht unter einem halben Mikrometer bis hin zu einer starken Galvanisierung oder einem Gold Vermeil von 2,5 Mikrometern oder mehr. Eine dünne Schicht kann sich bei täglichem Gebrauch innerhalb von Monaten abnutzen, während eine dicke Schicht deutlich länger hält.

Warum Nickel auf deiner Haut landet

Es gibt zwei Wege. Der erste ist das Basismetall: Enthält das strukturelle Metall unter dem Gold Nickel, ist dieses von Anfang an vorhanden und wird nur durch die Beschichtung von deiner Haut getrennt. Der zweite ist die Zwischenschicht. Galvaniseure tragen vor dem Gold oft eine dünne Zwischenschicht aus Nickel auf das Basismetall auf, da Nickel die Haftung des Goldes verbessert und die Verschleißfestigkeit erhöht – wodurch sich direkt unter der Oberfläche ein Band aus Nickel befindet. Zudem ist eine Vergoldung dünn und leicht porös, sodass Nickel selbst dann durch mikroskopisch kleine Poren wandern kann, wenn ein Stück noch neu aussieht, insbesondere durch Schweiß. Wenn sich das Gold durch Reibung und den täglichen Gebrauch abreibt, vergrößern sich diese Poren und das Basismetall wird schließlich vollständig freigelegt. Aus diesem Grund kann ein Schmuckstück, das beim Kauf unbedenklich schien, Monate später Reizungen verursachen. Nickel ist laut der American Academy of Dermatology eine der häufigsten Ursachen für allergische Kontaktdermatitis, weshalb dieser schleichende Kontakt für empfindliche Personen von Bedeutung ist.

Vergoldungsarten im Vergleich

Die Dicke ist der wichtigste Faktor dafür, wie lange dich das Gold schützt, aber sie hebt die Nickel-Frage niemals auf, da das Basismetall unverändert bleibt. Die folgenden Werte sind branchenübliche Spannen, keine Garantien für ein einzelnes Stück.

Typ Typische Golddicke Basismetall Nickelbelastung im Laufe der Zeit
Flash-Vergoldung (Hauchvergoldung) Unter 0,5 Mikrometer (oft ca. 0,175) Beliebig, oft Messing oder Nickellegierung Hoch; kann sich in Monaten abnutzen
Standard-Vergoldung 0,5 bis 2,5 Mikrometer Messing, Kupfer oder Nickellegierung Mäßig; abhängig von Abnutzung und Basis
Starke galvanische Vergoldung 2,5 bis 5 Mikrometer Messing oder Kupfer Geringer, aber weiterhin basisabhängig
Gold Vermeil Mindestens 2,5 Mikrometer 925 Sterlingsilber (reguliert) Gering; Silberbasis ist nickelabgabefrei
  • Flash- und Standard-Vergoldungen bieten keine beruhigenden Aussagen über das Basismetall, das meistens die Nickelquelle ist.
  • Gold Vermeil ist in den Vereinigten Staaten ein geschützter Begriff: mindestens eine 2,5 Mikrometer dicke Schicht aus Gold mit einem Feingehalt von mindestens 10 Karat auf einer Basis aus Sterlingsilber. Die Silberbasis macht Vermeil sicherer, nicht das Gold.
  • Eine dickere Goldschicht zögert die Freilegung hinaus. Sie verwandelt eine nickelhaltige Basis jedoch nicht in eine nickelabgabefreie.

Die praktische Lektion lautet, über das Gold hinwegzusehen und nach dem Basismetall zu fragen.

Was die EU-Nickelverordnung vorschreibt

Die Europäische Union verbietet Nickel in Schmuck nicht gänzlich. Gemäß REACH-Verordnung (Anhang XVII, Eintrag 27) darf ein Gegenstand, der für einen längeren Hautkontakt bestimmt ist – wie ein Ring, Armband, Halskette oder Ohrring –, nicht mehr als 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter und Woche abgeben. Für Stecker, die in ein Ohrläocher oder Körperteil eingesetzt werden, gilt der strengere Grenzwert von 0,2 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter und Woche. Die Einhaltung wird mit dem Test nach EN 1811 überprüft, bei dem der Gegenstand eine Woche lang in künstlichen Schweiß eingelegt und das austretende Nickel gemessen wird. Zwei Punkte sind für Käufer wichtig. Erstens handelt es sich hierbei um einen Abgabegrenzwert, nicht um ein Gehaltslimit, sodass ein konformes Stück dennoch Nickel enthalten kann. Zweitens wird der Test mit intakter Vergoldung durchgeführt – genau jenem Schutz, der sich im Laufe der Zeit abnutzt.

So wählst du ein Stück aus, das sicher bleibt

  • Achte auf eine ausgewiesene nickelabgabefreie Basis. Das verlässliche Signal ist das explizit genannte Basismetall. Eine Basis aus 316L Edelstahl oder Titan schlägt den reinen Aufdruck „vergoldet“.
  • Betrachte „hypoallergen“ als Hinweis, nicht als Versprechen. Der Begriff ist für Schmuck gesetzlich nicht definiert und bedeutet nicht automatisch nickelabgabefrei. Frage nach, welches Material hinter dieser Angabe steht.
  • Bevorzuge eine dickere Vergoldung für den Alltag. Eine starke galvanische Vergoldung oder Gold Vermeil widersteht dem Abrieb wesentlich länger als eine Flash-Vergolderung, selbst auf einem weniger idealen Basismetall.
  • Passe das Metall an deine Empfindlichkeit an. Bei einer diagnostizierten Nickelallergie lautet die ehrliche Antwort Titan oder Niob, da diese kein Nickel enthalten. Die Mayo Clinic führt Titan unter den Metallen auf, die sie für empfindliche Haut empfiehlt, und Niob ist eine inerte, nickelabgabefreie Alternative.

Du möchtest dem Rätselraten entgehen? Unsere Kollektion an hypoallergenem Schmuck basiert auf Edelstahl und anderen nickelbewussten Basismetallen, sodass das Material von vornherein angegeben wird, anstatt unter der Vergoldung versteckt zu sein.

Ehrliche Grenzen: Wann vergoldeter Schmuck dennoch zum Problem werden kann

  • Ein abgenutztes Stück, das du bereits besitzt. Wenn sich das Gold an den Kontaktpunkten abgerieben hat, liegt das Basismetall oder die Sperrschicht frei, und kein Polieren stellt eine Nickelsperre wieder her.
  • Unbeschrifteter Modeschmuck. Wenn das Basismetall nicht genannt wird, gehe davon aus, dass es Nickel enthalten kann. Keine Angabe ist keine Garantie für Nickelabgabefreiheit.
  • Eine klinisch bestätigte Allergie. Selbst Edelstahl mit geringer Nickelabgabe kann für wenige hochsensibilisierte Personen zu viel sein. 316L gibt nur sehr wenig ab, ist aber nicht völlig frei von Nickel – daher sind Titan oder Niob hier der sicherere Weg.
Siegelring mit birnenförmigem Zirkonia und einer ausgewiesenen 316L-Edelstahlbasis unter einer 18k-Vergoldung

Siegelring mit birnenförmigem Zirkonia

Ein Schmuckstück, das seine Basis nennt: Die Produktbeschreibung gibt eine hypoallergene 316L-Edelstahlbasis unter der 18k-Vergoldung an, sodass du genau weißt, was sich unter der Oberfläche befindet.

Shoppen ->

Pflege für vergoldeten Schmuck, den du behältst

  • Lege den Schmuck als Letztes an – nach Lotion, Parfum und Haarspray, da Chemikalien die Abnutzung der Vergoldung beschleunigen.
  • Nimm den Schmuck vor dem Duschen, Schwimmen und Sport ab, da Wasser und Schweiß Anlaufen und Abrieb begünstigen.
  • Wische ihn nach dem Tragen mit einem weichen, trockenen Tuch ab und bewahre die Stücke getrennt voneinander auf, damit sie nicht zerkratzen.
  • Verzichte auf Ultraschallreiniger und Scheuermittel, da diese das dünne Gold abtragen und die Freilegung beschleunigen.

Häufig gestellte Fragen

Ist jeder vergoldete Schmuck mit Nickel hergestellt?

Nein, aber ein großer Teil davon. Das Basismetall unter dem Gold ist häufig Messing, Kupfer oder eine Nickellegierung, und viele Stücke enthalten eine Nickel-Zwischenschicht für die Haftung. Solange die Basis nicht als nickelabgabefrei ausgewiesen ist, kannst du nicht davon ausgehen, dass ein vergoldetes Stück frei von Nickel ist.

Kann Nickel meine Haut erreichen, wenn die Vergoldung intakt aussieht?

Ja. Die Vergoldung ist dünn und leicht porös, sodass selbst vor sichtbarem Verschleiß geringe Mengen Nickel durch Schweiß hindurchwandern können. Wenn sich das Gold mit der Zeit abreibt, nimmt die Porosität zu und das Basismetall wird schließlich direkt freigelegt.

Erlaubt die EU Nickel in vergoldetem Schmuck?

Ja, in bestimmten Grenzen. Die REACH-Verordnung (Anhang XVII) der EU legt einen Nickel-Freisetzungsgrenzwert von 0,5 Mikrogramm pro Quadratzentimeter und Woche für Gegenstände mit längerem Hautkontakt sowie 0,2 für Ohrstecker fest. Dies ist ein durch den EN 1811-Schweißtest gemessener Abgabegrenzwert und kein Verbot, weshalb ein konformes Stück weiterhin Nickel enthalten kann.

Welcher Goldschmuck ist bei einer Nickelallergie am sichersten?

Bei einer diagnostizierten Nickelallergie sind Titan und Niob am sichersten, da sie kein Nickel enthalten. Eine angegebene 316L-Edelstahlbasis gibt nur sehr wenig Nickel ab und eignet sich für die meiste empfindliche Haut. Massivgold ab 14 Karat ist ebenfalls eine verlässliche Wahl, kostet allerdings deutlich mehr als vergoldete Stücke.

Woher weiß ich, was sich unter der Vergoldung befindet?

Lies in den Produktspezifikationen nach, ob ein namentlich genanntes Basismetall aufgeführt ist, anstatt dich auf das Wort „vergoldet“ allein zu verlassen. Seriöse Anbieter nennen die Basis, wie etwa 316L Edelstahl oder Titan. Ist kein Basismetall aufgeführt, betrachte das Stück als potenziell nickelhaltig.

Die Regel, die man sich merken sollte, ist einfach: Das Gold ist nur die Oberfläche, und das Basismetall entscheidet darüber, ob ein Stück für empfindliche Haut sicher ist. Um das Rätselraten zu überspringen, stöbere in unserer Kollektion an hypoallergenem Schmuck, bei der das Basismaterial direkt angegeben wird. Weitere Informationen findest du in unseren Ratgebern zu Ohrringen aus Edelstahl und möglichen Allergien und der Pflege von vergoldetem Edeltstahl-Schmuck.

Über die Autorin

Lisa Chen ist die Gründerin von Stylr. Sie fing damit an, handgemachten Schmuck auf Etsy herzustellen und zu verkaufen – eine eingefleischte Gründerin mit klarem Blick, die stets daran tüftelt, wie sie ihre eigenen Stücke kombiniert und übereinanderlegt. Sie hat Stylr als die Marke aufgebaut, die sie sich immer gewünscht hat: Schmuck, der wirklich edel aussieht, den Belastungen des echten Lebens standhält (Dusche, Schweiß, Alltag) und ehrlich beschrieben wird – bis hin zu dem Stahl, der unter dem Gold liegt. Erfahre mehr auf ihrer Stylr-Gründerinnenseite.

Zurück zum Blog